Lärmschutz ja –

 

aber keine Mauer durch Nikolassee

 

 

Lärmschutzmauer entlang der Bahn geplant

Die Bahn plant, die sanierungsreifen Eisenbrücken über die Spanische Allee und die Parallelstraße durch neue Stahlbrücken und das „Überwurfwerk“ für die Stadt- über der Wannseebahn zu ersetzen, wobei eine Höherlegung der S7-Trasse um 60 cm erforderlich sei. Gleichzeitig soll eine 6 Meter hohe und rd. 480 m lange Lärmschutzwand zwischen Alemannenbrücke und Bahnhof gebaut werden. Diese würde den dörflichen Charakter des Zentrums um den Bahnhof zerstören, den Vorplatz verschatten und vorhandene Sichtachsen zerstören. Wo man früher auf Bäume und Himmel schaute, wird man dann auf eine Wand nach DB-Standard gucken. Den ehemaligen Kohlenplatz Rinke will die Bahn bis zum Abschluss der mindestens zweijährigen Bauarbeiten als Lagerplatz nutzen und dann verkaufen. Die vom Lärm der Güterzüge ebenfalls stark betroffene Gagfah-Siedlung, das Krause-Viertel und die Häuser am Kronprinzessinnenweg werden von der Baumaßnahme (warum?) nicht berücksichtigt, ebenso wenig der AVUS-Lärm, der sich an der Mauer reflektiert. Hier der offizielle Text der Senats-Bekanntmachung.

 

Lärmschutz ja, aber dass es auch andere Möglichkeiten gibt, ist hier zu lesen (Tagungsbericht hier). Hier der Info-Flyer, der zu einer Einwenderversammlung am 22.11. in der vollen Bahnhofshalle einlud.

Ein der Umgebung angepasster Eisenbahn-Lärmschutz wird immer mehr zu einem wichtigen Thema, auch anderswo, z.B. im Rheintal. 

Dass ein kompaktes Lärmschutz-Konzept für Nikolassee dringend notwendig ist, zeigt der Lärmschutzatlas des Berliner Senats.

 

Auf den nächsten Seiten folgt eine chronologische Zusammenfassung.

 

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