Chronologie der Aktionen und Reaktionen 12

 

August–Oktober 2010

 

Die Geschehnisse um Stuttgart21 sind auch für uns von großem Interesse. Die als Kommunikations-GAU bezeichnete Desinformation im Vorfeld dieses Projekts erinnern doch sehr stark an das, was bei uns in Nikolassee bisher ablief. Über eine von der DB bei der Vor-Ort-Besichtigung am 2. Juli für Ende September avisierte Anhörung gibt es von den verschiedenen DB-Bahntöchtern – zwischen denen die Kommunikation offensichtlich nicht optimal läuft – sich widersprechende Aussagen. Die letzte ist in einem Beitrag der in den Nachbargemeinden verbreiteten Regional-Rundschau zu lesen.

Am 30. September nehmen Vertreter der BI an einem Runden-Tisch-Gespräch im Verkehrsministerium auf Einladung von Staatssekretär Ferlemann teil, dessen weiter vorn beschriebener Vorschlag der gläsernen Wand sich für Nikolassee nicht verwirklichen lässt. Über dieses Gespräch wird an dieser Stelle berichtet werden.

 

Dagegen scheint – im Vorfeld der Abgeordnetenhaus-Wahlen? – die bei der Vor-Ort-Besichtigung angekündigte gemeinsame Initiative in Sachen AVUS-Lärmschutz Gestalt anzunehmen, Konkretes gibt es allerdings noch nicht. Zum Thema AVUS-Lärm stellte der Wahlkreis-Abgeordnete Michael Braun, CDU, Mitte September eine Kleine Anfrage an den Senat.

 

Im Berliner Süden und den angrenzenden Brandenburger Gemeinden schlägt außerdem der Plan Wellen, die Flugrouten für den BBI-Flughafen über deren Siedlungsgebiet zu führen. Dagegen haben sich verschiedene Initiativen – darunter auch in Nikolassee – formiert. Am 27. September veröffentlichte das Brandenburger Infrastrukturministerium dazu Karten über Gegenwart und Zukunft der Flugrouten. Am 7. Oktober verabschiedeten dann SPD und Die Linke im Brandenburger Landtag dazu einen Entschließungsantrag.

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Am 30. September konnte nachstehende Mail an die Mitstreiter verschickt werden:

„DIE MAUER WIRD NICHT GEBAUT!

Dies war das Ergebnis des heutigen Runden Tisches mit Staatssekretär Ferlemann und MdB Wellmann im Bundesministerium.

Der zuständige Vertreter der DB Netz, Herr Schreinert, stellte die veränderten Planungen vor, die sich auf die Sanierung der vorhandenen Gleisanlagen konzentriert. Mehr dazu nach Vorliegen des offiziellen Schreibens auf dieser Homepage (siehe am Schluss dieser Seite).

Ein Dank an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben."

 

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Am 2. Oktober schrieb Cay Dobberke (der unsere Initiative seit der Versammlung in der Dreilinden-Grundschule journalistisch begleitet) im „Tagesspiegel“ über den Erfolg.

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Nachdem in der Ausgabe vom 6. Oktober ein irreführender Bericht erschienen war, brachte die Berliner Woche in ihrer Ausgabe vom 13. Oktober einen kleinen Artikel zum Ende der Lärmschutzwand und einen Blick in die Zukunft der BI.

 

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Wie beim Runden Tisch vereinbart, wurden die neuen Planungen der DB – bei Verzicht auf eine Mauer und Baumfällungen – Staatssekretär Ferlemann schriftlich mitgeteilt und der BI zur Verfügung gestellt. Hier der Briefwechsel.

 

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