Chronologie der Aktionen und Reaktionen 2

(nach der Versammlung am 22. November im Bahnhof)

 

 

Wie zerstörend sich die geplante Wand im Ortsbild von Nikolassee auswirken würde, lässt sich eindrucksvoll an der Trasse der Autobahn A 10 im Zentrum von Ludwigsfelde – Damm und Brücke über die Potsdamer Straße parallel zur Bruno-Taut-Straße – erfahren:

  

Aufnahmen vom 22.11.2009

 

 

23./24. November: Persönliche Abgabe der Unterschriftenlisten bei der Einwendungsbehörde am Köllnischen Park

25. November: Schreiben an die BVV-Fraktionen im Rathaus in Zehlendorf wegen Stellungnahme zum DB-Bauprojekt.

26. November: Treffen der Initiatoren/Unterzeichner des Flugblatts bei Frau Mummenhoff, die den „Stein des Anstoßes" ins Rollen brachte. Beschluss, mit dem Lehrstuhl Eisenbahntechnik der TU Berlin wegen kostenlosem Gutachten (siehe 10. Dezember) ins Gespräch zu kommen. Die plötzlich entstandene Bürgerinitiative muss einen Namen bekommen - doch welchen? Es soll zwar das Contra (gegen die 6-m-Mauer) zum Ausdruck kommen, aber auch das Pro (für das Ortsbild Nikolassee und akzeptablen Lärmschutz). Schreiben an die Wahlkreisabgeordneten von SPD und CDU im Abgeordnetenhaus.

27./28. November: Der CDU-Wahlkreisabgeordnete im Abgeordnetenhaus Michael Braun signalisiert in einem Telefonat volle Rückendeckung seiner Fraktion für unsere Initiative und bietet Kooperation an. Dies teilte er am 28. November auch schriftlich mit.

1. Dezember: Ein neuerliches Gespräch mit Herrn Prof. Hohnecker, Uni Karlsruhe (siehe 1. Seite, Link ZDF), ergab:
- die technischen Möglichkeiten für die Errichtung von Minischallschutzwänden zu beiden Seiten (!) eines jeden der insgesamt sieben Schienenstränge sind vorhanden;
- die Kosten der Wände werden erheblich unter denen der Mauer liegen,
- die Bahn wird sich nur dem politischen Druck der Senatsverwaltung beugen, nicht den Forderungen unserer Initiative, weswegen der Auf- und Ausbau der Kontakte mit diesen eine zunehmende Bedeutung erlangen wird.

2. Dezember: Erstes Gespräch mit Dipl.-Ing. Thron vom Fachgebiet Schienenfahrzeuge (TU Berlin, Lehrstuhl Eisenbahntechnik/Prof. Hecht, siehe 26. November) am Salzufer zur Vorbereitung eines Gutachtens über die Aufstellung von Minischallschutzwänden anstelle der geplanten Mauer.

8. Dezember: Ausschussantrag (unter Mitwirkung unserer BI), einstimmig angenommen auf der 37. öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Naturschutz am 8.12.2009; über den Antrag wird in der BVV am 16. Dezember endgültig entschieden.

„Das Bezirksamt wird gebeten, sich mit allen Mitteln bei der Deutschen Bahn AG und den zuständigen Genehmigungsbehörden dafür einzusetzen, daß auf gesamter Länge zwischen der A 115 und dem S-Bahnhof Nikolassee nicht eine Lärmschutzmauer der Höhe 6 Meter errichtet wird, sondern aus Gründen des Denkmal- und Gebietsschutzes sogenannte Minilärmschutzwände mit einer maximalen Höhe von ca. 1 Meter zur direkten Schallbedämpfung beiderseits der Gleise zur Anwendung kommen.

Weitere neuzeitliche, zukunftsfähige und umweltschonende Schallschutzmaßnahmen sind zu prüfen, gegebenenfalls wäre die Lärmminderung an der Strecke als Pilotprojekt in das Lärmsanierungsprogramm des BMVBS aufzunehmen. Anzustreben ist die beispielhafte Synthese von Umweltverträglichkeit und wirksamer Lärmdämmung, um das für den Bezirk und die Stadt Berlin optisch einzigartige Ensemble um den S-Bahnhof Nikolassee zu erhalten.“

Die Fraktionen der CDU, SPD, Grüne und FDP

Hippe, Ausschussvorsitzender

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Den BVV-Abgeordneten wurde außerdem das Einwendungsschreiben des Bezirksamtes ausgehändigt, nachzulesen auf der nächsten Seite:

 

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